Sanierungsprojekt Jesus-Christus-Kirche

Die Dahlemer Gemeinde hat das große, rund 1,5 Millionen Euro teure Projekt des Martin-Niemöller-Hauses noch nicht ganz fertiggestellt, und schon muss sie mit der Sanierung der 1931 erbauten Jesus-Christus-Kirche beginnen, die wohl ebenso aufwendig sein wird. Es ist höchste Zeit. Schon vor zehn Jahren wurde das Dach als dringend erneuerungsbedürftig befunden. Nach nunmehr 77 Jahren können die undichten Stellen nicht mehr provisorisch gefüllt werden. 1300 qm Schieferdeckung in dem alten denkmalgeschützten Stil sind erforderlich.

Ebenso erneuerungsbedürftig ist die Dampfheizung mit ihren historischen Heizkörpern. Weil die Kirche auch permanent für Musikaufnahmen genutzt wird – Karajan nannte sie "meine Kathedrale" – muss die Heizung fast rund um Uhr arbeiten. Dabei entweicht ein großer Teil der Wärme durch das völlig ungedämmte Dach mit seiner akustisch so berühmten hölzernen Lamellendecke. Kein Vorbild für Klimaschutz.

Ob und inwieweit eine Wärmedämmung des Daches und anderer Teile der Kirche überhaupt möglich ist, und welches Heizsystem sich am besten eignet, muss in einem umfassenden energetischen Konzept und in enger Kooperation mit namhaften Akustikexperten geklärt werden. Die zu Beginn der 60er Jahre eingesetzten Kirchenfenster des Künstlers Loepelmann heilten die letzten Kriegsschäden. Als bunt strahlendes Kaleidoskop erinnern sie an das Lied "Geh aus, mein Herz, und suche Freud...". Aber jetzt sind die Rahmen der Gläser korrodiert und undicht.

Der Turm, nach den Worten des Architekten Bachmann noch immer „das fernhin sichtbare, richtunggebende Wahrzeichen Dahlems“, ist wegen seiner Schäden seit geraumer Zeit für das Publikum gesperrt. In 30 Meter Höhe wächst schon ein kleiner Baum aus den Ziegeln. Und schließlich bedürfen Barrierefreiheit und Sicherheit der Kirche dringender baulicher Veränderungen.

Die Finanzierung all dieser Baumaßnahmen wird nur zu einem Teil aus Rücklagen der Gemeinde und Zuschüssen des Kirchenkreises möglich sein. Jede Spende ist deshalb hochwillkommen. Über den Verlauf des Projektes werden wir ständig berichten. 
 
Spendenkonto:
Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Dahlem
Evangelische Bank eG, BIC: GENODEF1EK1
IBAN: DE68 5206 0410 3203 9663 99
Verwendungszweck: Spende Sanierung JCK
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Presseartikel »Dach und Bach«
Tagesspiegel 29.9.2018

 

 

 

 

 

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